Der SV Wilhelmsburg ist durch eine Fusion im Jahr 2003 entstanden. Mit den Vereinen TV Jahn, TSC Viktoria Wilhelmsburg- Veddel und dem Wilhelmsburger Sportverein fusionierten Vereine mit einer langen Tradition. Der Zusatz unseres Vereins „von 1888“ basiert auf das Gründungsdatum eines unserer Ursprungsvereine dem „Veddeler Turnverein von 1888“. Im bevölkerungsarmen Osten Wilhelmsburgs wurde mit dem TV Jahn nur ein Verein gegründet, der auch über 100 Jahre seinen Namen behielt. Mit Beginn der Deutschen Turnbewegung Ende des 19. Jahrhundert entstanden in Deutschland die ersten Deutschen Sportvereine.
Durch den Zusammenschluss sind wir mit ca 1.500 Mitgliedern der mit Abstand mitgliederstärkste Verein in Wilhelmsburg. Mit einem breiten Sportangebot sind wir überall in Wilhelmsburg und auf der Veddel vertreten.
Durch die Fusion des Wilhelmsburger Fußball- Club Viktoria mit dem TSV Veddel entstand im Jahr 1974 der TSC Viktoria Wilhelmsburg- Veddel.
Am 21.Januar 1888 trafen sich im Veddeler Hof 34 Turner, denen sich 14 ältere Herren anschlossen, um in der Gründungsversammlung den „Veddeler Turnverein“ zu gründen. Im Jahre 1892 musste der Turnbetrieb wegen der Cholera-Epedemie geschlossen werden.
In Norddeutschland bekannt wurde der Verein jedoch durch seine 1. Herren Handballmannschaft, die 1955 in einem Punktspiel den als unschlagbar geltenden Deutschen Meister Polizei Hamburg ein 7:7 abtrotzte. 1957 schaltete man als Hamburger Vizemeister den Deutschen Meister Hassee- Winterbeck aus und nahm als einziger Hamburger Vertreter an der Deutschen Endrunde teil.
In den 50ger Jahren gehörte die Handball-Mannschaft zu den besten im norddeutschen Raum. Zweimal wurde die Mannschaft in den Spielen um die „Norddeutsche Meisterschaft “ Vizemeister.
Am 5.Juni 1910 wurde vor dem Lokal von Suhr der „Wilhelmsburger Fußball- Club“ aus der Taufe gehoben. Nur wenige Wochen später gründete man an der Eichenallee den „Fußball- Club Viktoria“. Weil man Aufstellungsschwierigkeiten hatte, schlossen sich beide Vereine noch im gleichen Jahr zusammen und nannten sich fortan „Wilhelmsburger Fußball-Club Viktoria“.
Während des Krieges und auch nach dem Krieg spielte die Liga fast durchgängig in den höheren Amateurklassen des Hamburger Fußballverbandes. Die hervorragende Jugendabteilung des Vereins brachte viele ehemalige Bundesligaspieler hervor, wie Holger Dieckmann, Dieter Strauß (beide HSV), Jürgen Dudda (Eintracht Braunschweig), Mario Kontny (Werder Bremen) und Dirk Zander (FC St. Pauli).
Am 10. August 1895 trafen sich 27 junge Männer in der Gaststätte Sohre in Kirchdorf auf eine Anzeige in der Wilhelmsburger Zeitung, um den Turn- Klub Jahn zu gründen. Beim Amtsgericht in Harburg beanstandete man aber den Namen „Turn- Klub“. Dort , wo die Leute Kuhmist an den Stiefeln hätten, könne man allenfalls einen „Verein“, aber keinen „Klub“ gründen.So einigte man sich auf den Begriff “Turnverein“ mit Wilhelm Meyer als 1. Vorsitzender und es entstand mit dem TV Jahn im Osten Wilhelmsburgs der mitgliederstärkste Verein Wilhelmsburgs. Wilhelm Meyer war Mitbegründer des Vereins und von 1895 bis 1925 1. Vorsitzender
Der Wilhelmsburger Sportverein von 1893 (WSV 93) entstand durch die Fusion der drei Traditionsvereine „TSV Vorwärts von 1893“, dem “Box- Club Wilhelmsburg von 1959“ und dem „Wilhelmsburger Fußballverein von 1909“ im Jahr 1972.
Die Anfänge des Turnens beim TSV Vorwärts waren zunächst mehr eine Art der Gymnastik auf dem Tanzsaal. Doch der Verein entwickelte sich rasant. Es wurden Abteilungen in Georgswerder, an der Eichenallee (heute Peter Beenck Str.) und auf Neuhof gegründet. Vor dem 1. Weltkrieg wurde auch das bekannte Trommler- und Pfeifercorps gegründet. Der Nachfolger dieses Corps ist der heutige Spielmannszug des SV Wilhelmsburg. Zwischen den beiden Weltkriegen wurde das Sportangebot mit 8 Fußballmannschaften, mehreren Faustballmannschaften und 4 Schlagballmannschaften erweitert. Die Faustballmannschaft wurde sogar Deutscher Meister. Als Arbeiterverein mußte der Verein unter den Nationalsozialisten aufgelöst werden. Nach dem Krieg fanden sich aber wieder einige alte Mitglieder, um den Verein mit neuem Leben zu erwecken. Neben dem Turnen wurde wieder Boxen, Handball und Tischtennis angeboten. Die große Flut 1962 mit der Zerstörung der Hallen und Geräte versetzte dem Verein aber einen schweren Schlag. Viele Bewohner verließen das Reiherstiegviertel und so war die Basis für eine weitere Aufwärtsentwicklung weggebrochen und man entschied sich für die Fusion mit dem WFC 09.
Im Jahr 1926 wurde nachweislich im “AC Jung Siegfried“ mit dem Boxen in Wilhelmsburg begonnen. In 1930 wurde im Fliegengewicht die Deutsche Meisterschaft errungen. Nach Ende des 2. Weltkrieges schlossen sich die überlebenden Boxer dem TSV Vorwärts 93 an. Die Gesellschaftssäle von Stüben im Vogelhüttendeich waren voller Zuschauer. 1948 errang Willi Riemann die Deutsche Meisterschaft im Halbschwergewicht. Gerd Rohn war von 1949 bis 1951 Hamburger Meister im Halbschwergewicht.
In 1959 machten sich die Boxer selbständig und gründeten den Box- Club Wilhelmsburg.
Die Wilhelmsburger Boxer waren auch weiterhin sehr erfolgreich: Reiner Jittler Hamburger Meister und Nationalstaffelboxer, Horst Petersen und Bernd Büschel wurden 1963 Hamburger Meister in ihren Klassen. Geboxt wird auch heute noch, auch wenn die spektakulären Erfolge zur Zeit nicht mehr zu verzeichnen sind.
Eine Handvoll junger Wilhelmsburger, beschlossen im Juni 1909 einen Fußballclub zu gründen, den es in Wilhelmsburg noch nicht gab. Ein Vereinslokal war schnell gefunden. Der Spielplatz befand sich am Veringkanal. Die Fußballregeln wurden gekauft, und Kenntnisse wurden sich bei Fußballspielen abgeguckt.
Noch im Gründungsjahr wurde Pretoria (der Name des Vereins) in den Bezirk Nordhannover eingegliedert, der seinen Sitz in Harburg hatte, und sich bis Uelzen erstreckte. 1911 hatten sie ihren festen Platz, und das Gasthaus „Zum roten Hause“. 1915 musste dann aber nach dem Ausbruch des ersten Weltkrieges die Vereinstätigkeit völlig eingestellt werden. 1919 wurde der Fußball in Wilhelmsburg wieder erweckt. Wohl niemand dachte auch nur im Traum daran an die Wiederauferstehung des ersten Wilhelmsburger Fußballvereins. Und so kam es das August Erdmann, Felix Grobelny, Max Wittkowski und Franz Pahlke den alten neuen Verein „Wilhelmsburger Fußballverein von 1909“ in das Vereinsregister eintragen ließen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Vereinslokal völlig zerstört, auch der Fußballplatz wurde stark beschädigt, er war von Bombentrichtern übersät. Aber auch diesmal, wie schon nach dem ersten Weltkrieg entschloß man sich nicht aufzugeben, man sammelte sich und es wurde wieder Fußball gespielt, wenn auch unter erschwerten Bedingungen, mit geliehenen Bällen und auf fremden Plätzen als Gäste.
In der Nacht vom 16. zum 17. Februar brachte dann eine Sturmflut große Trauer über unsere Elbinsel und Hamburg. Über 300 Tote, davon 209 allein in Wilhelmsburg waren zu beklagen. Die Plätze von 09 sowie das schöne neue Vereinsheim standen tagelang meterhoch unter Wasser. Schlimmer waren nach dem Wasser aber angetriebene Trümmer und der Schlamm. Und wieder einmal haben die Nullneuner angefaßt, aufgeräumt und ein weiteres Mal neu begonnen.
1972 kam es zu einer kleinen Fusion zwischen dem Box Club Wilhelmsburg, Wilhelmsburg 09, und Vorwärts 93, von da an heißt der Verein Wilhelmsburger Sport Verein von 1893 (WSV 93).
Quelle: Peter Pforr
Fusion der Vereine TV Jahn, TSC Viktoria, WSV 93. Zum Verschmelzungszeitpunkt sind außerdem die Mitglieder der Handball-, Schwimm,-, Tischtennis- und Volkslaufabteilungen des ESV Einigkeit eingetreten.
1. Mitgliederversammlung wählt folgenden Vorstand: 1. Vorsitzender Dr. Fritz Steinseifer, 2. Vorsitzender Rugier Perleberg, Sportwart Udo Hinrichs, 1. Finanzwart Günter Sokoll, 2. Finanzwart Liselotte Zimmermann, Jugendwart Ralf Dörling, Schriftwart Günther Reimer
Bau der Beachsportanlage
Fertigstellung der Beachsportanlage
Änderungen im Vorstand: 2. Vorsitzender Dirk Tatge, Sportwart Udo Hattermann, 2. Finanzwart Rudi Stanelle. Durch Auflösung der Tischtennisgemeinschaft sind alle Mitglieder jetzt Mitglieder des SVW
Änderungen im Vorstand: 1. Vorsitzender Dirk Tatge, 2. Vorsitzender Michael Leng – Verkauf des Vereinshauses Landesgrenze an den FC Türkiye – Neue Kinderturngruppen in der Rothenhäuserstr.
Änderungen im Vorstand: 2. Finanzwart Dieter Prim – Abstieg der Fußball- Liga aus der Landesliga – Renovierung der Tennishalle.
Änderungen im Vorstand: 1. Finanzwart Dieter Prim, 2. Finanzwart Birol Senol – 1.Kindermaskerade im Bürgerhaus – 1.Seniorentreffen im Vereinshaus – Gründung der Yogaabteilung
Änderungen im Vorstand: Schriftführer Michael von Trzebiatowski – Gründung der Karateabteilung – Gründung der Abteilung Hausfrauengymnastik – Gründung der Leichtathletikjugendabteilung
Gündung der Abteilung Basketball – Neueröffnung der Schwimmhalle in Wilhelsmburg und damit Einzug der Schwimmer – Gelaunch der Vereinswebseite – 125 jähriges Bestehen des SVW.